Die Gaming Maus – Klein aber Oho!

Die Gaming Maus ist des Gamers wichtigstes Instrument. Er kann einfach nicht ohne sie und hält sie dementsprechend fest in der Hand – fast dauerhaft! Die Qualität der Gaming Maus wirkt sich wohl oder übel auf den Spieler und sein Gameplay aus. Insbesondere in der Pro-Gamer Szene sind minimalste Änderungen ausschlaggebend und lassen einen Gamer gewinnen oder verlieren. Somit ist eine gute Maus ein absolutes must-have! Sie sollte sorgfältig ausgewählt werden, denn es gibt unzählbar viele Varianten und Modelle.

Für alle Lese-Faulen, hier ein super erklärendes Gaming Maus Video Guide von Giga:

Insbesondere, wenn man zahlreiche Stunden und Tage in ein Spiel investiert, will man Fortschritte sehen! Tägliches Training verbessert natürlich Movement, Aim und allgemeines Spielverständnis. Jedoch sollte dein Equipment ebenfalls das Beste aus Dir herausholen und dich auf keinen Fall bremsen! Der Unterschied zwischen einer Gaming Maus und einer herkömmlichen Büro Maus ist unglaublich groß! „Klar“ wirst Du denken, doch auch wir haben mal klein angefangen und mussten unsere ersten Shooter mit normalen Mäusen spielen – kaum zu fassen!


Was muss eine gute Gaming Maus mitbringen?


Wie Unterscheiden sich Gaming Mäuse?

Bestimmt hast Du dir schon Gedanken über die perfekte Gaming Maus gemacht, bevor Du auf unserer Webseite gelangt bist. In diesem Fall hoffen wir, dass wir die Qual der Wahl etwas weiter einschränken und Dir helfen können Dich für ein Modell zu entscheiden. Falls nicht ist das auch nicht weiter schlimm, denn wir haben alle wichtigen Informationen zu Gaming Maus Kaufkriterien schön übersichtlich auf unserer Seite gelistet!

Unerfahrene Nutzer denken sich bestimmt: „Als ob der Unterschied zwischen Maus A und Maus B bemerkbar ist – sind doch nur andere Hersteller!“ Für manche Mäuse mag das bestimmt zutreffen, insbesondere bei alltäglichen Mäusen, die keine herausfordernden Aufgaben bestehen müssen. Doch bei Gaming Mäusen gibt es tatsächlich viele entscheidende Faktoren, die eine Maus ausmacht. Sensoren, Switches, Kabel-Option und Features bilden das Profil einer Gaming Maus.

Eine Maus für Gamer muss viele Klicks überstehen – sehr viele. Der japanische Hersteller Omron ist der Branchenführer in Sachen Schalter und Switches, die in den Mäusen integriert ist. Dieser verspricht von seinen Schaltern mehrere Millionen Klicks Lebenszeit. Zum Vergleich wird bei einem League of Legends Spiel im Durchschnitt über 1000 mal auf die Maustaste geklickt.

Unterschiedliche Sensoren

Heutzutage gibt es hauptsächlich zwei gängige Versionen auf dem Gaming Maus Markt. Zum Einen haben wir den optischen LED zum Abtasten, zum Anderen den Laser. Beide Varianten haben ihre Daseinsberechtigung und funktionieren ähnlich. Daher ist es schwer eine Empfehlung abzugeben und sich für eine Seite zu entscheiden.

Die ersten Variante nutzt einen optischen Kamerasensor, welcher durch die Lichtreflexionen ein Bewegungsmuster erstellt. Ein optischer Sensor in der Maus ist in der Lage mit diesen Informationen Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit zu berechnen. Bei der zweiten Variante liegt der Unterschied bei der Lichtquelle und der Aufnahmequelle. Hier wird ein Laser ausgestrahlt und von einem digitalen Prozessor verarbeitet. Dank dem stark gebündelten Laser funktionieren diese Art Mäuse ebenfalls auf glatten Oberflächen wie Glas.

 Kurz & Knapp: Die meisten Pro Gamer, wie Faze Tfue oder Ninja, schwören auf optische LED Gaming Mäuse. Dies hat zum einen den Grund, dass Laser Mäuse den Ruf haben durch die extrem hohe Abtastrate ungenauer zu arbeiten. Zum anderen fällt in Kombination mit Laser Mäusen oft der Begriff „Angle snapping“ – dazu später mehr!

Optischer LED Sensor

Vorteile


  • Maximale Präzision
  • Gleichmäßige Steuerung
  • Weniger Anfällig für unebenen Untergrund
  • Weniger Anfällig für Verschmutzungen
  • Keine Pfadbegradigungen nötig

Nachteile


  • Mauspad benötigt
  • Höhere LOD (Lift of Distance)

Laser Gaming Maus

Vorteile


  • Höhere DPI-Werte
  • Schnellere Mausbewegungen
  • Mauspad nicht notwendig
  • Funktioniert selbst auf Glas

Nachteile


  • Geringere Genauigkeit bei schnellen Bewegungen
  • Angle Snapping durch Pfadbegradigung
  • Mausbeschleunigung nicht immer verstellbar

DPI Messwerte

Die Gaming Maus Hersteller werben oft mit 10.000 und mehr DPI Werten. Klar ist es wichtig, dass die Maus genug Dots per Inch, also Erkennungspunkte pro 2,5 cm, wahrnehmen kann. Diese gibt die Präzision der Maus wieder, wenn sie über den Bildschirm fährt. Doch hier haben wir Zahlen zur Veranschaulichung, die Pro Gamer in den gängigsten Spielen benutzen. Bei CS:GO sind Werte um die 1000 DPI der Standard. Bei League of Legends werden zwar höhere DPI bevorzugt, doch auch hier werden nur selten 3.500 DPI überschritten! Bekannte Fortnite Streamer nutzen im Schnitt ebenfalls um die 1000 DPI. Faze Tfue spielt sogar mit 400 DPI und erzielt nach seinen Aussagen damit einen besseren Aim.

Ungeachtet der Werbung von hohen DPI-Werten sind es die Sensoren, die eine gute Gaming Maus ausmachen! Sie sind der Grund für eine flüssige und reibungslose Mausführung! Präzision und Genauigkeit werden durch den Sensor wahrgenommen und verarbeitet und sind die Merkmale, die jeder Pro Gamer von einer Gaming Maus wirklich erwartet!

 Kurz & Knapp: Achte bei Gaming Mäusen nicht auf DPI Werte, da diese meist im Überfluss vorhanden sind! Ein guter Sensor, der fehlerfrei arbeitet und ohne zusätzliche Software auskommt ist hingegen Gold wert! 

Kabellos & Wireless

Kabellose Gaming MausJeder von uns versucht den heimischen Kabelsalat so gering wie möglich zu halten. Insbesondere zu Zeiten, in denen fast jedes Gerät im Gaming Zimmer seinen eigenen Strom benötigt. Wäre es da nicht besonders bei Mäusen angebracht sie von der Leine zu lassen? Endlich zocken ohne nervige Knoten und Kabelgewirr um die Maus herum, ein Traum! Doch wie sieht es mit der Technik aus? Wir wissen zwar, dass sich die Mäuse preislich kaum noch unterscheiden, aber was ist mit der Qualität? Können Kabellose Gaming Mäuse mit den gezähmten in Sachen Genauigkeit und Zuverlässigkeit mithalten?

Es ist bekannt, dass Wireless Mäuse im Vergleich einen größeren Input Lag besitzen als gebundene Mäuse. Jedoch sprechen wir hier von winzigen Millisekunden! Diese sind während dem Spiel nicht wahrzunehmen und machen sich nur bei einer absolutem High End Ausrüstung mit einwandfreier Internetverbindung bemerkbar. Da sind Schwankungen im 5er Ping Bereich mehr zu spüren! Somit wird dies für über 95% der Gamer kein ausschlaggebender Punkt darstellen.

Ein weiterer vermeintlicher Nachteilen stellt der Batteriebetrieb dar! Zum Haare ausreißen, wenn mitten im Game die Batterien schlapp machen und man nicht sofort neue parat hat! Womöglich muss das Spiel beendet werden oder im schlimmsten Fall sogar unterbrochen werden, um neue Batterien kaufen zu gehen. Jedoch gibt es auch hier Alternativen! Aufladbare Akkus ist das Sprichwort! Mittlerweile gibt es Hybrid-Mäuse, die im Notfall Kabelgebunden gespielt werden können und gleichzeitig die Akkus aufladen. Das Kabel kann im Nachhinein wieder entfernt werden! Wir finden, dass dies eine echte Alternative für Gamer ist, die von Kabeln die Nase voll haben.

 Kurz & Knapp: Die absoluten High End Pro Gamer greifen in den meisten Fällen zur Kabelversion! Wer jedoch lieber die Zügel locker (oder ganz weg) lässt, hat keine spürbaren Nachteile! Lediglich auf den Batteriewechsel muss man gefasst sein, um einen flüssigen Ablauf zu garantieren. Der Hybrid ist jedoch eine absolute Empfehlung! 

Verbreitete Grifftechniken

Die Grifftechniken einer Maus lässt sich in drei Hauptkategorien unterteilen. Palm-, Fingertip- und der Clawgrip sind die typischen Arten eine Maus zu halten. Jede hat ihre Vor- und Nachteile und ist meistens Gewohnheitssache. Es gibt daher auch kein Richtig und Falsch! Jeder greift seine Maus, so wie er sich am Wohlsten fühlt! Jedoch gibt es für jede Grifftechnik unterschiedlich geeignete Mäuse.

  1. Palmgrip 

    Palm heißt auf Deutsch übersetzt Handfläche und erklärt sich somit fast von alleine. Die ganze Hand liegt fest auf der Maus und umschließt diese vollständig. Dieser komfortable Griff ist für schnelle Klicks und Reaktionen eher ungeeignet. Im Gegensatz dazu hat man die volle Kontrolle der Maus. Hier empfiehlt sich eine große, ergonomische Maus, die es erlaubt die ganze Handfläche auflegen zu können.

  2. Fingertip

    Beim Fingertip steuert der Spieler die Maus nur mit seinen Fingern. Zeige- und Mittelfinger steuern linke und rechte Maustaste, während die anderen Fingerspitzen die Maus bewegen. Maximale Reaktionszeit und Flexibilität. Jedoch kann ohne Übung die Kontrolle der Maus verloren gehen. Zusätzliche Tasten an der Maus sind schwer zu erreichen und betätigen. Hierfür kann jedoch jede Maus ohne Einschränkungen genutzt werden.

  3. Clawgrip

    Beim Klauengriff liegt der Handballen auf der unteren Rückseite der Maus und die Finger zeigen fast senkrecht im 90° Winkel auf die Haupttasten wie die Klauen bei einem Greifvogel. Bei dieser Art können in kurzer Zeit sehr viele Klicks generiert werden. Jedoch ermüdet hier das Handgelenk durch das ständige nachjustieren schneller als bei den anderen Griffen. Hier empfiehlt sich eine kleinere Gaming Maus, um den Griff angenehm ausführen zu können.

 Kurz & Knapp: Jeder greift die Maus anders und das ist auch gut so. Allerdings solltest Du dies beim Kauf deiner Gaming Maus berücksichtigen! Richte die Maus nach Dir und nicht umgekert!

Zusätzliche Features

Gaming Maus FeaturePC-Gamer erfreuen sich an zusätzlichen Tasten an einer Gaming Maus, um beispielsweise Tastenfolgen mit einem Klick ausführen zu können. Darüber hinaus können zusätzliche Tasten an der Maus viele Games erleichtern und das Gameplay verbessern. So sieht man oft bei Fortnite Spielern, die viele Tasten und Funktionen in schnellster Zeit betätigen müssen, dass zusätzliche Tasten sie ungemein unterstützen.

Sieht man sich mal Clutch-Momente in einem Fortnite Game an kann man sich ansatzweise vorstellen, welche Tastenfolgen hier fast gleichzeitig geklickt werden. Laufen, Sprinten, Baumenü, Wand, Treppe, Boden, Springen, Waffe wählen, Zielen und Schießen! Und das mehrmals hintereinander.

Ein weiteres schönes Feature von Gaming Mäusen ist die Gewichtsanpassung der Maus. Dies bieten nur wenige Hersteller an, doch so kann der Spieler sein perfektes Mausgewicht selber festlegen und muss sich nicht erst an eine neue gewöhnen. So können kleine mitgelieferte Gewichte in vorgesehene Klappen einlegen und das Gewicht individuell variieren.

Texturierte und gummierte Seitenflächen bieten zusätzlichen Grip an der Maus und verleihen so mehr Kontrolle. Ein weiteres schönes Feature sind integrierte LED´s, welche die Gaming Maus noch spezieller und schöner zum Ansehen machen!


Fachbegriffe im Überblick

DPI

Dots per Inch – misst die maximale Auflösung, die eine Gaming Maus wahrnimmt. Die Maßeinheit ist in Inches angegeben und sind ungefähr 2,5 cm. Eine Maus mit 1500 Dpi nimmt 1500 Blickpunkte auf 2,5 cm Bewegung wahr.

Somit haben wir hier die maximale Präzision der Maus. Dennoch sind Dpi´s über 2500 eher ungewöhnlich und werden nur von weniger als 5% der Pro Gamer gewählt!

Angle Snapping

Angle Snapping ist eine integrierte Software, die wackelige Mausbewegungen begradigt. Dies mag vielleicht im Real Life hilfreich sein, doch ist hinderlich im Game!

Gute Gaming Mäuse sollten die Möglichkeit haben Angle Snapping abzustellen!

IPS

Inch per second – gibt die maximale Mausgeschwindigkeit an, die der Sensor ohne Probleme verarbeiten kann. Das bedeutet eine 50 IPS Maus kann 50 Inches (125 Zentimeter) pro Sekunde lesen ohne Fehler zu produzieren.

Unter normalen Umständen sind 50 IPS ausreichend, doch bei Actionreichen Spielen wie Fortnite, können gerne mal in 0,2 Sekunden über das ganze 30 cm Mousepad gefahren werden. Das wären schon benötigte 60 IPS, um geschmeidig weiterspielen zu können.

LOD

Lift of Distance – ist, wie es schon vermuten lässt, die Höhe ab dem der PC nicht mehr erkennt. Während dem Game heben wir öfter die Maus an, insbesondere beim resetten oder bei schnellen Interaktionen.

Je kleiner die LOD Rate, desto kleiner die Wahrscheinlichkeit von Fehltritten. Wenn der PC die Maus aus der Luft noch erkennt, fliegt der Cursor in alle möglichen Ecken. Das wollen wir nicht!

Polling Rate

Polling Rate – ist die Abfragerate zwischen PC und Maus. Sie gibt an wie oft das Signal abgegeben wird, wo genau sich die Maus befindet. Gemessen wird dies in Hertz und Millisekunden.

Eine Gaming Maus sollte mindestens eine Polling Rate von 500 Hz haben. Dabei sendet sie 500 mal pro Sekunde ihren Standort an den PC.


FAQ – Häufige Fragen knackig beantwortet